Veranstaltungsrückblicke
Seminare und öffentliche Erzählprüfung

Erzählfortbildung mit 
Martin Ellrod

Foto: Roman Grösser

 

Martin Ellrodt ist Bühnenerzähler und Erzählpädagoge.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen:
künstlerisches, angewandtes und mehrsprachiges Erzählen, narrative Didaktik. Seit 1987 hauptberuflich im Bereich der darstellenden Künste tätig, seit 1996 vorwiegend in der Erzählkunst.

Einladung zu Auftritten und Kursleitung in vier Kontinenten und vier Sprachen,
in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und anderen internationalen Organisationen. Lehraufträge an Universitäten und Didaktikzentren.

Buchveröffentlichung: „Von der Sprechübung zum freien Erzählen“.

Koordinator der „Red Internacional de Cuentacuentos“ und 1. Vorsitzender des Verbands für Erzählpädagogik.

Martin Ellrodt lebt in Arzberg.

13. - 15. März 2026

Fachwissen erzählen – Die Kunst des lebendigen Wissenstransfers Ergänzung für Lehrkräfte,Erzähler, Referenten und Experten,

Fachwissen erzählen - mit Geschichten unterrichten

Sie haben manchmal den Eindruck, Ihr Fachgebiet sei zu trocken für einen fesselnden Unterricht? Sie suchen nach Möglichkeiten, um jedweden Lehrstoff anschaulich und gut nachvollziehbar Ihrem Publikum darbieten zu können? In diesem Seminar lernen Sie eine gute Lösung kennen: erzählen Sie den Stoff als Geschichte!

Darüberhinaus lernen Sie Konzepte kennen, wie Sie über Einzelthemen hinaus einen Spannungsbogen über größere Zeitabschnitte bis hin zum kompletten Schuljahr zu gestalten.

Inhalte:

  • fünf Ansätze
  • Fachwissen als Geschichte zu gestalten
  • Methoden zur Erarbeitung gut erzählbarer Geschichten
  • Dramaturgie eines Schuljahres
  • Präsentation eigener Inhalte mit anschließendem Coaching

Dieses Seminar richtet sich nicht nur an Lehrende im klassischen Sinne, sondern auch an professionelle Erzählerinnen und Erzähler sowie Fachreferenten, die ihr Repertoire um die Dimension der Wissensvermittlung erweitern wollen.

Nach dem bewährten Konzept von Martin Ellrodt erfahren Sie, wie man Fakten nicht nur „nett verpackt“, sondern sie zum Skelett einer packenden Erzählung macht.

13. März – 16 bis 19 Uhr

14. März – 10 bis 17 Uhr

15. März – 10 bis 13 Uhr

Die Kursgebühr beträgt 250,00 Euro für Mitglieder und 350,00 Euro für Nichtmitglieder.

Anmeldeschluss ist der 23. Januar 2026.

 

Weibliche Erzählpower 
          - nun zertifiziert!

07. Februar 2026
18:00 Uhr 

Der Februar 2026 hat es in sich, denn auch in diesem Jahr standen wieder frisch ausgebildete Erzählerinnen im Kulturschuppen Bartrup auf der Bühne. Ausgebildet wurden sie von der Erderaner Erzähldeele, also dem „Dream-Team Dießner-Schröer". Und das Schöne daran, fast alle der Prüflinge sind bereits Vereinsmit-glieder bei den Kalletaler Wortakrobaten.

Nach einer charmanten und informativen Begrüßung durch Torsten Buncher vom Heimatverein Bartrup, in der er auch auf die Wanderausstellung "Lippische Kneipenkultur hinwies", griff sein Namensvetter Thorsten Kosakewitsch zur E-Gitarre und überraschte das Publikum mit virtuos improvisierten Riffs. Nun war die Reihe an Lothar Schröer, der den erzählerischen Teil des Abends moderierte und die erste Erzählerin freudig aus dem großen Publikum hervorlockte: "Claudia, deine Bühne!" Und wirklich sie bewies vom ersten Augenblick an, dass sie keine Unerfahrene auf der Bühne ist. Sie nutzte den gesamten Bühnenraum für die Präsentation ihrer beiden Geschichten und überraschte mit Stimmvielfalt und Imitationsgeschick. Das tat den alten Bremer Stadtmusikanten sehr gut. Aber auch der Vortrag ihrer ersten Geschichte, war gelungen. und der Inhalt wohl im Programm platziert, denn es ging darum, dass man durch Geschichten seinen Weg nach Hause finden kann. Die zweite Erzählerin war mit Ü-60 die älteste und erzählte dem Publikum glaubwürdig und facettenreich ihre Geschichten, die von Mut und Lebenserfahrung handelten. Ein Jäger mit Erlösungsqualitäten und ein "Self-made-man" eines Freudenhauses wurden durch ihre Erzählungen auf der Bühne lebendig.

Nach der Pause ging es mit Musik und professionell dargebotenen Erzählungen weiter. 

Schon das Bühnen-Outfit der nun folgenden Erzählerin Viviane T. war ein Hingucker. So fuhr ein Schiff durch die Wellen ihrer Haare und schaute man weiter an ihr herunter, so gewahrte man eine Matrosin vor sich. Dementsprechend gestaltete sich der Inhalt ihrer ersten Geschichte. Diese Geschichte von Mann und Frau, die sich nur zu zweit in einem kleinen Boot in stürmischer See befanden. nahm richtig fahrt auf, als er ihr ein humorvolles, Mut machendes Liebeslied sang. Tosender Beifall war der Lohn. Danach wurde es erotisch. Eine alte Terrine und ein silberner Suppenlöffel wurden zum Trödel gegeben. Von da an erfüllte beide nur noch ein Wunsch: Wir wollen um alles in der Welt zusammenbleiben!" Happyend. Bei den neuen Besitzern tauchen sie wieder ineinander ein. Ich kann nur sagen: "Einfach köstlich!" 

Last but überhaupt nicht "least" betrat Imke K. selbstbewusst und ruhig die hell erleuchtete Märchenbühne. Sie überraschte mit einem gelungenen Erzählperspektivwechsels. Das Grimm’sche Märchen Frau Holle entfaltete sich aus Sicht eben dieser weisen Frau. Die Erzählerin schaffte es, nicht zuletzt dadurch, diesem alten Märchen eine schöne, leichte Frische zu geben, wodurch es erneut zum „Hinhörer“ mit wegweisender Botschaft wurde. Mit der letzten Geschichte des Abends brachte die Erzählerin das Publikum zum Lachen und zum Nachdenken: Gott verteilte Lebenszeit an Tier und Mensch. Dieser bekam den Hals nicht voll und muss bis auf den heutigen Tag mit den Konsequenzen leben. 

Am Ende konnte man sagen, es waren vier Erzählerpersönlichkeiten, die an jenem Abend ihre "Führerscheinprüfung für das Erzählen vor Publikum" abgelegt haben.  Lothar Schrör betonte jedoch, dass alles, was nun an Punkten gesammelt würde, nicht mehr in seinen Verantwortungsbereich fiele.

Als erfahrener Erzähler weiß Lothar Schröer selbst einer angespannten Prüfungssituation die nervöse Spitze zu nehmen. Er ließ es sich nicht nehmen, zwischen den wechselnden Erzählerinnen selbst zwei kurze wahre Anekdoten zu erzählen. Die erste handelte von den besten Rouladen der Welt, Gewissenskonflikten und verspätetem Liebesentzug und durch die zweite erfuhren die Zuhörer endlich, wer den Köhm Wachholder am Grab des lieben Opas wirklich getrunken hatte. 

Nun aber wurde es wirklich spannend, und die Luft begann zu knistern und zu vibrieren. Marianne Vier, die Prüferin desVerband der Erzählerinnen und Erzähler (Vee e.V.) betrat die Bühne, dreht sich zum Publikum und sagte: "Jau!"

Und damit wir wirklich alles gesagt. 

Dennoch, es folgten weitere anerkennenden Worte seitens der Prüferin. Anschließend nahmen alle Erzählerinnen mit strahlenden Blicken ihre Zertifikate entgegen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Kolleginnen!

Das letzte Wort hatte der "Hausherr". Wir bedanken uns herzlich bei dir, lieber Torsten, und dem Heimatverein Barntrup für die Gastfreundschaft!

Veranstaltungsort:
Kulturschuppen Barntrup
Am Bahnhof 5
32683 Barntrup

 

Erzähl-Azubis bestehen Reifeprüfung mit Bravour

Barntrup. Sieben angehende Erzählerinnen haben am vergangenen Samstag 8.03.2025 im Barntruper Kulturschuppen ihr Können unter Beweis gestellt und die „erzähl-künstlerische Reifeprüfung“ bravourös bestanden.
 

Nach einem Jahr intensiver Ausbildung unter der Leitung von Lothar Schröer und Elke Dießner und Unterstützung durch die Stimmtrainerin Daniela Palma von der „Erderaner Erzähldeele“ präsentierten Miriam Hogan, Judith Hogan, Gabriele "Gaby" Vössing, Heidrun Spanier, Anja Schöning, Susanne Schirmer und Gudrun Höhl ihr erzählerisches Talent vor Publikum.
 

Die Bandbreite der Geschichten reichte von Klassikern der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen über Naturmärchen bis hin zu einer japanischen Geschichte über die Wirkung von Pilzen. „Eine extrem bunte Mischung“, so Erzählausbilder Lothar Schröer.

Der Heimatverein Barntrup stellte zum dritten Mal in Folge den Kulturschuppen als Veranstaltungsort zur Verfügung. Vereins-Chef Torsten Buncher zeigte sich begeistert von den Leistungen der Erzählerinnen.

Mit dieser erfolgreichen Prüfung beginnt für die sieben Absolventinnen nun ein neuer Abschnitt – sie sind bereit, ihr Publikum mit ihren Geschichten zu verzaubern.

Erzählen lernen

25. Januar 2024
10:00 - 16:00 Uhr

Aller Anfang ist schwer? Nein, das muss nicht sein. 
Elke Dießner versteht es seit Jahren Menschen, die das Erzählen lernen wollen, gleich von Anfang an  so mit in das Thema hineinzunehmen, dass sich ihre Schüler auch auf ungewohntem Terain gleich wohlfühlen. Es ist eine bestärkende, wertschätzende Atmosphäre, die sie in ihren Seminaren zu schaffen weiß. Und dabei weiß sie auch wovon sie redet, denn sie ist seit über 20 Jahren selbst Erzählerin und wurde von der Europäischen Märchengesellschaft für ihre Erzählweise ausgezeichnet. 

Und eines können alle WORT-Akrobaten bestätigen - die Zeit vergeht oft wie um Fluge, wenn es in der Erderaner Erzähldeele heißt: "Es war einmal ...".

Erzählseminar auf der Deele mit Michel Zirk

29. November bis 01. Dezember 2024
 

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